Samstag, 8. Juni 2013
Raava, die Meerjangfrau
Möge Poseidon mit euch sein!



Heute ist der Tag des Meeres.
Offiziell ist er am 8. Juni 1992 in Rio de Janeiro beschlossen wurden. Aber wie war es wirklich?
Ein verliebter Mann steckt dahinter: Jermaine.
Blaue Wellen spielten mit der weißen Gischt. Warfen sie nach oben, rollten ans Ufer und sanken wieder herab in die Tiefen des Meeres. Raavas goldenes Haar wehte im Wind, als sie es gedankenverloren bürstete und ihr Antlitz betrachtete.
„Hallo..“, ertönte auf einmal eine raue Stimme hinter ihr.
Mit einer geschmeidigen Bewegung glitt die Meerjungfrau in das kalte Wasser, dass sie wie eine Umarmung willkommen hieß. Neugierig wem diese Stimme gehörte die sie aus ihrer eitlen Selbstbewunderung gerissen hatte, tauchte sie wieder ein Stückchen auf. Als ihr Blick den des breitschultrigen Seemanns traf weiteten sich dessen dunkelbraunen Augen. Er verlor sich in den tiefgründigen blau-grünen Augen. Weder der grün und blau in der Sonne schimmernden Fischschwanz, noch die unruhigen Bewegungen seines Bootes unter ihm, dass in das Spiel der Wellen mit einbezogen wurde, fiel ihm auf.
Geschmeichelt von der offensichtlichen Bewunderung des Menschenmannes zog sich Raava wieder auf den grauen Felsen zurück und sprach ihn mit ihrer hellen Stimme an: „Möge Poseidon mit dir sein Seemann. Wie ist dein Name?“
„Jer… Jermaine“, stotterte der Seemann. Grazil streckte sie Jermaine die Hand zum Kennenlern- Handkuss entgegen. Mit leuchtenden Augen nahm er sie in seine großen Pranken und küsste sie hingebungsvoll. Raava schaute dem Seemann zu, der gar nicht mehr von ihr ablassen konnte. Anfangs war die Bewunderung wie Honig für sie, sie langweilte sich dann aber schnell. Dass die menschlichen Männer immer gleich anfassen mussten… Raava verdrehte die Augen und räusperte sich dann. Jermaine hob sofort anbetungsvoll den Blick. Dabei blieb sein Blick an ihrem Handgelenk hängen.
„Was ist das?“, rutscht es ihm heraus. Raava war verwirrt. Was meinte er? Dann bemerkte sie, dass sein Blick an der kleinen Blumenranke an ihrem Arm hing.
„Eine Tätowierung, was sonst?“ , antwortete sie. „
Eine… Tätowierung?“
„Ja!“ Raava war genervt. Diese Menschen schienen manchmal ziemlich kleinhirnig. Was war so besonders an einer Tätowierung? Jermaine hatte wie alle Seemänner doch auch welche. Raava wandte ihre Hand wieder aus Jermaines Großen und verabschiedete sich: „So, ich muss jetzt leider gehen.
„ Was schon?“
„Ja!“, damit ließ Raava sich ins Wasser sinken.
„Bitte warte. Sehen wir uns wieder. Was soll ich für dich tun? Stört dich die Lärm- und Schmutzbelästigung im Meer? Ich tu was dagegen. Bitte, sehen wir uns dann wieder?“
Raava war nun wieder genervt. „Ja, ja“, wiegelte sie ab. Dann tauchte sie mit einem Seufzen ab. Menschenmänner. Wieso dachte sie, dass die Motorboote sie störten?
Mit einer routinierten Bewegung startete sie den Motor ihres Unterwassergefährts und verschwand in den Tiefen des Meeres

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